Zwischen den Gipfeln

„Die Reise ins Paradies“

Der für die Ausstellung realisierte Film, versetzt die heutige Bergmentalität in die „Berliner Berge“. 

Die verschiedenen Bergausrüstungsgegenstände spielen die Hauptrolle: der technisch aufgerüstete Wanderstock, das perfekte Zelt, die selbstaufblasbare Isomatte und die Hightech Bergschuhe usw.

Es findet sozusagen eine Verschiebung der Sehnsüchte nach den Bergen und in die Natur zum technischen Ausrüstungsfetisch statt. Untrainierte und unerfahrene Menschen glauben, dass Ihnen die, bin hin zur letzten leichten Socke mit Silber gegen Schweißfüße, technische Aufrüstung, den Weg ins Gipfelparadies erlaubt. Doch die Gefahr steigt mit der Ausrüstung. Zeitgleich ist beispielsweise die Outdoorjacke zum modischen `Accessoire` geworden, mit der jeder sich in Berlin gerne zeigt.

In diesem Film möchte ich eine künstlerische Perspektive in Berlin auf den Kosmos der Ausrüstungsgegenstände der Bergwelt zeigen, in der die Dinge ihren Platz zurückerhalten. Indirekt verbindet sich damit der Gedanke, dass die Freiheitskämpfer in den Bergen vierzig Jahre dort verbringen, ohne High End Technik fürs Bergsteigen und für ihr Leben.

Experimentalfilm, Dauer ca. 25 Minuten

Ismail Karayakupoglu

Ende 2014 bin ich aus Kurdistan nach Deutschland gekommen. Ich arbeite seit 1989 als Fotograf, Maler und Zeichner. Seitdem ich in Berlin lebe befasse ich mich kontinuierlich mit Formen des experimentellen Films.

Inhaltlich beschäftige ich mich intensiv mit den Geschichten von Menschen und Dingen.

Meine künstlerische Arbeit ist geprägt durch das Thema Grenzüberschreitung. Dabei geht es mir um die Verbindungen zwischen den Grenzen, sei es der Malerei und der Zeichnung, dem Fertigen und dem Unfertigen und zwischen unterschiedlichen Lebensformen.

Mein persönlicher Arbeitsstil im Bereich Experimentalfilm ist konzeptuell, dabei bleibe ich offen für Unerwartetes, Ereignisse und Spontanes, während des Filmens selbst.

Die Entscheidung für das Medium ist jeweils geprägt von dem, was ich inhaltlich damit sagen möchte. Unsagbares gerinnt zur Form in der künstlerischen Arbeit.

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